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Was bedeutet MKT, MKT Plus und SICCT?

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In diesem Beitrag erfahren Sie etwas über die Begriffe MKT, MKT Plus und SICCT.

MKT

Die MKT-Spezifikation wurde am 15.4.1999 abgeschlossen und bildete zu dem Zeitpunkt die erste multifunktionale, auf offenen Standards basierende, umfassende Spezifizierung hochwertiger Chipkartenterminals mit weitergehenden Funktionen. Die bis dato primär verwendeten 1-Slot Chipkartenlesegeräte konnten die an komplexe Sicherheitsarchitekturen gestellten Aufgaben sowie die Unterstützung mehrerer Chipkarten nicht mehr erfüllen.

In der MKT-Spezifikation wurden daher erstmals funktionale Einheiten wie Display, Kontaktiereinheiten, Schnittstellen, Tastaturen usw. systemoffen beschrieben. Die Absicht war, unterschiedliche Ausprägungen der Terminals zu ermöglichen und dennoch einen mit den Geräten der ersten Generation steckerkompatiblen Gerätetyp zu definieren. Mit der Forderung der Steckerkompatibilität ergab sich ein Wettbewerb, der dem Wunsch der Anwender und Kunden durch marktgerechte Preise entspricht.
Die MKT-Version 1.0 wurde von der TeleTrusT-Projektgruppe "Kartenterminal" (KT) unter besonderer Berücksichtigung der Anforderungen aus dem Gesundheitswesen (AG "Karten im Gesundheitswesen") und unter Mitwirkung des Arbeitskreises DIN NI-17.4 erstellt . Es ist geplant, die MKT-Spezifikation durch weitere Spezifikationen zu ergänzen (z.B. "Kommunikation mit (POS-)Anwendungen im MKT", "Sicheres Download über Internet", "Nutzung der CT-API in einer PC/SC-Umgebung").

Ingenico Healthcare GmbH (ehem. Sagem Monetel) hat als erster Hersteller bereits 1999 die MKT 5000 Terminal-Familie zertifiziert und im Gesundheitswesen in den Markt gebracht. Damit sind MKT Terminals seit 1999 im Einsatz und haben in vielen Projekten erste Umsetzungen mit Prozessorkarten ermöglicht. Gleichzeitig werden in den meisten deutschen Arztpraxen heute MKT Leser (HML 5010/5021) für die Verarbeitung der KVK verwendet.

Auch im internationalen Umfeld wurden Projekte auf Basis der MKTs verwirklicht. Die für versierte Softwareentwickler transparenten Ansteuerungen des Terminals über den CT_API Treiber mittels der standardisierten BCS Kommandos hat zu einer breiten Akzeptanz auf Seiten der Softwareentwickler geführt. Die gleichwohl umfassende Unterstützung von Speicherchipkarten (S=8, S=9, S=10, IIC-Bus, 2WB, 3WB) und Prozessorkarten (T=0 und T=1) ermöglicht es, gerade heterogene Systeme wie z.B. im deutschen Gesundheitswesen (KVK und eGK, HBA, SMC) kostengünstig und anwenderorientiert umzusetzen.

Der MKT-Standard wurde auch für die Migration von der Speicherkarte zur Prozessorkarte konzipiert.
Sagem Monetel GmbH (jetzt Ingenico Healthcare GmbH) Produkte mit MKT Zulassung:
HML 5010             1-Slot Terminal für KVK und eGK
HML 5021             2-Slot Terminal für KVK und eGK
MCT 5040             4-Slot Teminal, USB/seriell
MCT 5041 LAN       4-Slot Terminal mit LAN Anschluß
MCT 5060             6-Slot Terminal
HML 8110             mobiler Leser, serieller Anschluß


MKTplus
Im Rahmen der Einführung der neuen deutschen Gesundheitskarte (eGK) wurden zum Lesen der ungeschützten Daten für die Erprobungsphase (Release 0) bereits vorhandene MKT-Lesegeräte als MKTplus Terminals seitens der gematik zugelassen. Sagem Monetel GmbH (jetzt Ingenico Healthcare GmbH) erhielt für seine MKTs der Serie 5000 die Zulassung durch die gematik in Berlin. Die Geräte benötigen kein Softwareupdate, lediglich die PVS-Software muß neben der Verwendung eines aktuellen Treibers die entsprechende Auswertung der von der eGK gelesenen Datencontainer ermöglichen.

Zulassung MKTplus MCT 5000Sagem Monetel GmbH (jetzt Ingenico Healthcare GmbH) Produkte mit MKTplus Zulassung:

HML 5010               1-Slot Terminal für KVK und eGK
HML 5021               2-Slot Terminal für KVK und eGK
MCT 5060                6-Slot Terminal
MCT 5041 LAN        4-Slot Terminal mit LAN Anschluß
MCT 5040               4-Slot Teminal, USB/seriell

 

 

 

 

 

 

 

 




SICCT

Zweck der SICCT-Spezifikation ist die Definition und Darstellung eines neuen Basiskonzepts SICCT (Secure Interoperable Chip Card Terminal ) für applikationsunabhängige Chipkartenterminals anhand von bestehenden Normen und Industriestandards zu Kartenterminals und Chipkarten (Speicherchipkarten / Memory Card und Prozessorchipkarten / Smart Card über kontaktbehaftete und kontaktlose Übertragungswege).
Der Prozess und die Pflege dieser offenen SICCT-Spezifikation wird von der Working Group SICCT, einem seit Juli 2005 bestehendenden Industriekonsortiums unter dem Verband des Deutschen TeleTrust e.V. vorgenommen. Ingenico Healtcare (ehem. Sagem Monetel GmbH) arbeitet seit Beginn in der SICCT-Arbeitsgruppe federführend mit.
SICCT-Kartenterminals stellen die Betriebsumgebung für Chipkarten und deren Anwendung dar. Die Anforderungen an diese Geräte orientieren sich zumeist an technisch-funktionalen und sicherheitstechnischen Anforderungen, welche durch spezifische Einsatzumfelder vorgegeben werden.

Systemintegratoren und Betreiber von Chipkartenanwendungen benötigen Kartenterminalplattformen, welche auf offenen und applikations-unabhängigen Standardplattform basieren und damit einen hohen Standardisierungsgrad aufweisen sollen. Die SICCT-Spezifikation erfüllt diese Anforderungen und führt zu interoperablen, standardisierten Chipkartenterminals.

Mit der SICCT-Spezifikation reduzieren sich die Aufwände für die Integration und den Betrieb der SICCT-Terminals wobei neben der fixierten Standardisierung auch erforderliche Gerätevarianten abgeleitet werden können.

Bekannte und gängige Sicherheitsanforderungen an die Terminalkomponente sollen erfüllt werden, so dass die SICCT-Geräte für sensitive Anwendungsfälle wie Digitale Signatur- oder Anwendungen im Gesundheitswesen gleichermaßen einsetzbar sind.

Die erste Ausprägung eines SICCT-Terminals wird ein Vorschlag zur Standardisierung einer Kartenterminalplattform entsprechend den Anforderungen des Deutschen Gesundheitswesens nach Vorgaben der nationalen Vorgabeinstanz gematik zur Einführung einer elektronischen Gesundheitskarte sein.

Unter Berücksichtigung dieser Spezifikation konzentrieren sich SICCT-Kartenterminalhersteller und Anwenderindustrien von SICCT-Terminals auf 'best practise'-Lösungen zur Steigerung von Interoperabilität bei der Anwendung und Integration von Chipkarten in IT-Lösungen.

Ingenico Healthcare SICCT Produkte:
- SICCT-Terminal, ORGA 6041
- SICCT-Terminal, ORGA 6041 L
- SICCT-Terminal, ORGA 6041 F

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 16. Mai 2011 um 14:34 Uhr